Projekt Nr. 19
Material:
- Der Projekttext von Kater und Melhus
- Die Wahrheit über dieses Projekt
- Filmstils
- Katalog + beteiligte Künstler
- Sponsoren und Organisation
weitere Video und Fim Arbeiten:
Augen / 1996
Is' Kippe tot? / 1997
We are the champions / 1998
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Alle Projekte - Übersicht
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Transitions  –  eine Gemeinschaftsproduktion von Kater und Melhus
für: Bahnhof Lichtspiele. Eine Medien - Kunst - Inszenierung
Hauptbahnhof Hannover, 20. bis 25. März 2001
Offizieller Text zum Projekt:
Vom 20. bis 25. März 2001, zur Zeit der Cebit 2001, haben vierzehn der profiliertesten Künstlerinnen und Künstler der jungen Generation aus Niedersachsen die Fassade des Hannoverschen Hauptbahnhofs in ein "Freiluftkino" für experimentelle Lichtspiele verwandelt. Nach Einbruch der Dunkelheit fungierten die drei großen Bogenfenster der Bahnhofsfassade als Bildschirme für eine Folge von Videoinszenierungen (Kurzfilmsequenzen, Loops etc.) die aus dem Inneren der Halle auf die Fenster projiziert wurden.
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Drei parallele Projektionen (ohne Maske) aus Transitions


Die Programmfolge der Lichtspiele begann jeweils um 20 Uhr und dauerte ca. 80 Minuten; sie war vom Bahnhofsvorplatz oder - bei schlechtem Wetter - auch von innen zu betrachten.

Bei der Eröffnung redete neben Kurt Bodewig (Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen) und Thomas Oppermann (Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur) unter anderem auch Prof. Dr. Wulf Herzogenrath (Direktor der Kunsthalle Bremen).


Der Hauptbahnhof in Hannover gehört zu den verkehrsreichsten Eisenbahnknoten des Ost-West- und Nord-Süd-Verkehrs in Mitteleuropa. Mit seinem amphitheatralischen Vorplatz ist der Bahnhof sicherlich einer der belebtesten Orte der Innenstadt. Durch den Umbau zur Expo 2000 und die Neugestaltung des Vorplatzes ist die Attraktivität des Bahnhofs und seines städtischen Umfeldes noch um ein Vielfaches gewachsen. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude ist selbst eines der markantesten Bauwerke von Hannover und bildet gleichsam das Tor zur Innenstadt.

Von der Stadt her gesehen beherrscht seine Fassade schon von weitem die Sichtachse der Bahnhofstraße und schließt sie als transparente Membran ab. Dieser zentrale städtische Bereich mit seiner architektonischen Großfigur, der Bahnhofsfassade, ist prädestiniert für eine künstlerische Akzentuierung, die weit in den Stadtraum hineinwirkt.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, zumeist Absolventen oder Meisterschüler des Fachbereichs Bildende Kunst der Fachhochschule Hannover, haben dafür Bildprogramme entwickelt, die in unterschiedlicher Weise die Dreizahl der "Bildschirme" aufnehmen und diese z.B. als Grundkonstellation des Mediums Film interpretieren: Bilder wandern von einem Fenster zum nächsten wie beim Schwenk oder werden als Schnitt/Gegenschnitt einander gegenüber gestellt, Einstellungsgrößen und Perspektiven alternieren wie beim Film der Wechsel zwischen Totale und Großaufnahme etc.

Auf diese Weise entstehen Miniatur-Filmszenen, in denen die Ereignisse in den einzelnen Fenstern miteinander korrespondieren oder Textfolgen, die von Fenster zu Fenster gelesen werden können. Es gibt Bildsequenzen, die sich auf die Metaphorik des Reisens oder die Faszination der Eisenbahn beziehen (der erste Film der Filmgeschichte zeigte eine in einen Bahnhof einfahrende Lokomotive), oder andere, die die Beschleunigung und Globalisierung der Wahrnehmung thematisieren, sowie visuelle Prozesse, die interaktiv mit dem Bahnhofsgeschehen selber verknüpft sind.

Die Bahnhofsfassade soll also für sechs Tage visuelle Attraktion werden für ein neugieriges einheimisches und internationales Publikum - angesichts der zentralen Lage in der Stadt ein Beitrag zur "Kunst im öffentlichen Raum" par exellence, der anknüpft an die bedeutende Tradition solcher Experimente in Hannover und an die Fortentwicklung derartiger Konzepte im Rahmen der Künstlerausbildung an der Fachhochschule Hannover (z.B. die Projekte "Blattschuß" 1990, "Stunde Null" 1995, "StadtNatur" 1996/97, "Claims I" 1996 und "Claims II" 1999).

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