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Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 27.06.2017
 
27.06.2017
Lieblingspfeile

LP 1540 - Lieblingspfeil Nr. 1540 von Hannes Kater
Armbanduhr mit 2 pfeiligen Zeigern
Lieblingspfeile Nr. 1540
Zeiger als Pfeil

Nur die Minuten werden hier nicht von einem pfeiligen Zeiger angezeigt…

Der Besitzer der Uhr stand hinter mir in der Kassenschlange eines Supermarkts und reagierte sehr freundlich, als ich ihn fragte, ob ich mal seine schöne Uhr fotografieren dürfe.




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 26.06.2017
Offiziell: Kiezladen Zusammenhalt, Dunckerstr. 14, 10437 Berlin
26.06.2017
Lieblingspfeile

LP 1539 - Lieblingspfeil Nr. 1539 von Hannes Kater
LP 1539 - Pfeil 1 des Pfeilpaars LP 1539 - Pfeil 2 des Pfeilpaars
Situation im Kiez-Laden in der Dunckerstr. 14, Prenzlauer Berg Berlin
Lieblingspfeile Nr. 1539
Ungleiches Pfeilpaar

Als ich die laminierten Hinweise mit den unterschiedlichen Pfeilen im Kiezladen* fotografierte, war zufälliger Weise auch die Frau im Laden, die sie erstellt hatte. Sinngemäß sagte sie, dass sie so viel damit zu tun gehabt hätte, mit dem Computer überhaupt Pfeile hinzubekommen, dass ihr nicht aufgefallen sei, das sie so unterschiedlich ausgefallen seien. Und dass das weder beabsichtigt gewesen sei, noch etwas zu bedeuten hätte.

Und auf den zwei Stühlen steht dann zwei blaue Kunststoffkisten, in denen die Essensreste und das Geschirr gesammelt werden…


Bemerkenswert ist, wie sehr die unterschiedliche Gestaltung der Pfeile die Situation auflädt, wie gerne man einen Sinn dahinter vermutet – und das es auch nicht stört, dass sich der einem nicht erschließt.
   Im Gegenteil: das Ganze wirkt auf eine unbestimmbare Weise sinnvoll, dass es etwas Beruhigendes hat. Weil hier augenscheinlich Ordnungsprinzipien walten und somit nicht Chaos oder Handlungslähmung droht.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 24.06.2017

24.06.2017
Lieblingspfeile

LP 1538 - Lieblingspfeil Nr. 1538
LP 1538 - Lieblingspfeil Nr. 1538
LKW-Beschriftung. Foto: Bettina Brach (Bildbearbeitung Kater)
Lieblingspfeil Nr. 1538
Pfeilbahn und Spitze harmonieren nicht (2)

Die Pfeilspize sitzt zu hoch an der Pfeilbahn, deren weiße Streifen, die aus der Pfeilbahn eine Fahrbahn machen, perspektivisch auch nicht stimmig sitzen.

Zusammen mit dem verzerrt wirkenden Pfeilbahnstart wird aus all den Fehlern aber ein sehr
eigener und interessanter Pfeil


Eingereicht von Bettina Brach




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 22.06.2017
… also entsprechend dem Eintreff-Winkel gedrehte Pfeilspitzenbasis.
22.06.2017
Nach Neapel (2)

LP 1537 - Lieblingspfeil Nr. 1537 von Hannes Kater
LP 1537 - Pfeilspitzen Detail
Hinweis bei der Tablettrückgabe eines Fast Food Ladens, Flughafen Tegel
Lieblingspfeil Nr. 1537
Pfeilbahn und Pfeilspitze harmonieren nicht

Auf dem Weg nach Neapel, aber noch in Berlin im Flughafen Tegel nach der Sicherheitskontrolle im Wartebereich vor einem Fastfood-Stand: was eher so aussieht wie eine zu hoch geratende, unrunde, Frittentüte, soll einen Getränkebecher darstellen, vor dessen möglichen Umkippen mit einem interessanten Pfeil gewarnt wird.

Auch der Pfeil ist etwas unrund, was vor allem daran liegt, dass
eine nicht mitgehende Pfeilspitze* bei einer nicht senkrecht auf die Pfeilspitzenbasis auftreffenden Pfeilbahn immer etwas ungelenk wirkt.




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 21.06.2017
 
21.06.2017
Nach Neapel (1)

LP 1536 - Lieblingspfeil Nr. 1536 von Hannes Kater
Hinweis auf den Ausgang vor abgesperrten Teilbereich, Museo Archeologico Nationale, Neapel
Lieblingspfeil Nr. 1536
Pfeilbahnstart aufgelöst, aber undynamisch

Interessanter
Start der Pfeilbahn: erst dick, dann dünn – und dann durchgezogen. Selten, aber nicht schlecht, da so der Beginn der aufgelösten Pfeilbahn besser betont wird, als wenn man mit dem kleinsten, also kürzesten, Pfeilbahnschnipsel anfängt. Dafür ist diese Lösung weniger dynamisch; aber weil man sich sowieso gemessenen Schrittes durch das ehrwürdige Museum bewegen sollte, macht das in diesem Fall gar nichts.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 21.06.2017
 
LP 1536 - Lieblingspfeil Nr. 1536 von Hannes Kater
Hinweis im Museo Archeologico Nationale, Neapel
Lieblingspfeil Nr. 1535
Aufgelöster Pfeilbahnstart

Normaler dynamischer
Start einer Pfeilbahn: die Pfeilbahnschnipsel werden dynamisch länger, der Pfeil, bzw. die Pfeilbahn, verfestigt sich zunehmend.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 21.06.2017
 
Mosaik, Museo Archeologico Nationale in Neapel
Als Mosaik ausgeführte Zeichnung... Museo Archeologico Nationale, Neapel
Wunderschön: sinnvoll vereinfachtes Skelett mit zwei Krügen in den Händen, ein Mosaik aus dem 1. Jh. n. Chr., das nicht in Pompeji, aber irgendwo in der Nähe gefunden wurde und jetzt im Museo Archeologico Nazionale di Napoli ist.


Das Skelett galt und gilt als ein Symbol der menschlichen Vergänglichkeit, konnte aber auch weniger mahnend, also positiv erinnernd, als ein Hinweis darauf verstanden werden, doch fröhlich zu sein und das Leben zu genießen.

So gesehen handelt es sich bei den Krügen vielleicht weder um Wasserkrüge noch um Bettpfannen, sondern um Weinkrüge, die das Skelett anschleppt, damit weiter gefeiert werden kann?


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 21.06.2017
 
21.06.2017
Nachtrag zu: Experimentelles Zeichnen_08Nachtrag

Experimentielles Zeichnen_08 - 2. Nachtrag
U-Bahnhof Westhafen, Berlin: da die Graffiti von den Kacheln relativ gut zu entfernen sind, bleiben sie nicht nur nicht lange, es werden auch relativ bald wieder neue gesprüht... (KEIN crossen also)
Ein Buchstabe pro Kachel und keine Wortzwischenräume und gliedernde Satzzeichen – und darauf dann wieder ein Graffiti mit Typo- und Bildelementen...

Vgl. auch mit einem anderen Graffiti an genau dieser Stelle aus dem Dezember letzten Jahres auf der schönen Textarbeit von Schein und Reiter im U-Bahnhof Westhafen in Berlin.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 21.05.2017
… der seiner Tätigkeit, vielleicht manchmal schimpfend und fluchend, aber doch mit einer gewissen Würde, nachgeht.
21.05.2017
Nachtrag zu Realerer Fall_10

Realerer Fall_10 - Nachtrag
Realerer Fall_10 - Nachtrag Realerer Fall_10 - Nachtrag
Wände in einem Zugang zum U-Bahnhof Spichernstr., Berlin
Am 12.12.2016 hatte ich schon Mal von genau dieser Stelle in einem Zugangstunnel zum U-Bahnhof Spichernstraße ein Foto geblogt, wo es damals noch etwas anders aussah und mich das frische tag, zusammen mit den geflickten Kleinfliesen, etwas an Arbeiten von Jonathan Lasker (nur besser…) erinnerten…

Das tag wurde übermalt und bald darauf war da wieder eins… mich beeindruckt das pragmatisch-liebevolle Flicken und Ausbessern dort sehr.

Und manchmal male ich mir aus, wie bei dem, der da ausbessert – ich kann ihn mir nur als älteren Herrn
* vorstellen – langsam ein Bewußtsein dafür wächst, dass er an einer großen Wandarbeit arbeitet.

Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 15.05.2017
15.05.2017
Lieblingspfeile

LP 1534 - Lieblingspfeil Nr. 1534 von Hannes Kater
LP 1534 - Lieblingspfeil Nr. 1534 von Hannes Kater
Werbender Aufsteller, Berlin Friedrichshain
Lieblingspfeil Nr. 1534
Pfeilbahn-Pfeilspitze-Unschärfe

Selten: eine Pfeilspitze-Pfeilbahn-Unschärfe. Die Spitze ist von der Bahn kaum zu unterscheiden, die Bahn wiederholt fast modular die Form der Spitze, ist aber doch noch unterschiedlich genug, dass es deutlich keine Reduzierte-Dreiecksspitzenpfeil-Reihung ist…




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 02.05.2017
Weitere Realerere Fälle:
Realerer Fall_14
Realerer Fall_13
Realerer Fall_12
Realerer Fall_11
Realerer Fall_10
Realerer Fall_09
Realerer Fall_08
Realerer Fall_07
Realerer Fall_06
Realerer Fall_05
02.05.2017
Realerer Fall_15

Realerer Fall_15 - Hannes Kater 2017
Berlin Prenzlauer Berg
Ein, auch Dank der Unvollständigkeit und der leichten Zerstörungen, exemplarischer Umbauter Raum, der alle notwendigen Grenzen anschaulich aufzeigt um ein Innen und Außen so vor Augen zu führen (sogar mit einer Art Schattenfuge unter der Bodenfläche!), dass man skulpturalen Raum als kistenartige Idee versteht.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 08.04.2017
… das ist ein Retronym, eine nachträgliche Neubenennung, um damit die alte Variante von der aktuell gebräuchlichen Version eines Fotoapparats zu unterscheiden.
08.04.2017
Lieblingspfeile

LP 1533 - Lieblingspfeil Nr. 1533 von Hannes Kater
Verspiegelt und zerkratzt: Aufsichtshäuschen auf dem U-Bahnhof Spichernstr., Berlin
Lieblingspfeil Nr. 1533
Pfeilesammler mit Pfeil

Nicht eine der üblichen spiegelnde Schaufensterscheiben, sondern eine amtlich verspiegelte Aufsichtskabine auf dem U-Bahnhof Spichernstr., ermöglicht es mir, so was ähnliches wie ein Selfie mit Pfeil zu machen.

Zu sehen bin ich hier zusammen mit einem gekratzten Pfeil, also einem Scratchiti, mit nicht angebundener Pfeilspitze, den sonst weiter nichts auszeichnet…


Das erste Pfeil-Selfie ist vor fast 15 Jahren noch mit einer Analogkamara
* entstanden und findet sich hier.




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 02.04.2017
… nur 0,2 Liter
02.04.2017
Lieblingspfeile

LP 1532 - Lieblingspfeil Nr. 1532 von Hannes Kater
Auslagen eines Lebensmittelhandels, Berlin Lichterfelde
Lieblingspfeil Nr. 1532
Pfeil-1-Unschärfe

Sieht die Preisangabe für den kleinen* frisch gepressten Saft nicht aus wie ein halber Pfeil?

Nun tritt eine halber Pfeil-1 Unschärfe relativ häufig auf, aber hier handelt es sich wegen der ungewöhnlich gestalteten 1 um eine halbe geschlossene Dreieckespitze – und nicht um eines der üblichen 1-Ärmchen…

Wem unklar ist, wie eine Dreiecksspitze bei einem Pfeil aussieht, dem empfehle ich meine Links auf Pfeile mit reduzierter Dreiecksspitze, das sind Dreiecksspitzenpfeile ohne Pfeilbahn, die nur aus purer Spitze bestehen.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 27.03.2017
Weitere Realerere Fälle:
Realerer Fall_13
Realerer Fall_12
Realerer Fall_11
Realerer Fall_10
Realerer Fall_09
Realerer Fall_08
Realerer Fall_07
Realerer Fall_06
Realerer Fall_05
Realerer Fall_04
27.03.2017
Realerer Fall_14

Realerer Fall_14 - Hannes Kater 2017
Berlin Friedrichshain, nahe Bahnhof Ostkreuz
Ausnahmsweise ein Fall mit Pfeil: nirgendwo zeigt sich unsere Gesellschaft so ungeschminkt, und damit unwirtlich, wie unter Autobahnzubringern und Eisenbahnbrücken. Aber der Raum, der staffelt sich an solchen Orten fürs Foto oft ganz wunderbar.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 25.03.2017
 
25.03.2017
Lieblingspfeile

LP 1531
Vier zusammenmontierte Fluchwegschilder. Soeht 7, Berlin Lichterfelde
Lieblingspfeil Nr. 1531
Absichtsvoll widersinnig montierte Pfeile

Ein Foto aus dem letzten Jahr, das einen potentiellen Kunstpfeil zeigt und kurz vor der Eröffnung der Ausstellung Freiheit in Soeht. 7 letzten Herbst entstanden ist.

Ich lief damals durch das ehemalige Frauengefängnis, in dem nun Ateliers entstehen und konnte nicht rausfinden, ob das links zu Sehende ausgestellt werden, also eine künstlerische Arbeit sein, sollte, oder nicht. Auch konnte ich den Urheber nicht ermitteln... aber weil ich den Umgang mit den alten Fluchtwegschildern mag, zeige ich die
absichtsvoll widersinnig montierten Richtungshinweise hier als Lieblingspfeil.




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 22.03.2017
 
22.03.2017
Lieblingspfeile

LP 1530 - Lieblingspfeil Nr. 1530 von Hannes Kater
LP 1530 - Lieblingspfeil Nr. 1530 von Hannes Kater
Hinweis an einer Ladentür in Berlin Weißensee
Lieblingspfeil Nr. 1530
Uneinheitliche Pfeilspitze

Ohne abzusetzen
mit einer Linie gezeichnet, zeichnet sich dieser Pfeil durch seine zwei unterschiedlichen Pfeilspitzhälften aus: die obere Hälfte hat einen, an einen Waffenpfeil erinnernden, Widerhaken, die untere Pfeilhälfte hat eine im rechten Winkel von der Pfeilbahn abzweigende Pfeilspitzenbasis (bzw. Pfeilspitzengrundlinie).




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 20.03.2017
 
20.03.2017
LP 1529 - Lieblingspfeil Nr. 1529 von Hannes Kater
Berlin Prenzlauer Berg
Lieblingspfeil Nr. 1529
Vier reduzierte Dreiecksspitzenpfeile in Reihe

Früher sei in dem Sichtfenster ein Monitor gestanden, auf dem Infofilme liefen. Und nein, die Situation jetzt würde ihn eigentlich nicht stören... Und es sei nett, das ich fragen täte, bevor ich ihn durch das Schaufenster fotografiere – und es sei kein Problem.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 17.03.2017
 
17.03.2017
Lieblingspfeile

LP 1528 - Lieblingspfeil Nr. 1528 von Hannes Kater
Detail LP 1528 - Lieblingspfeil Nr. 1528 von Hannes Kater
Fahrradständer mit Werbung mit nachträglich hinzugefügtem Pfeil, Kastanienallee, Berlin Prenzlauer Berg
Lieblingspfeil Nr. 1528
Unfreundlicher Pfeil

Mit wohl durch Hektik bedingter schlechter Spitze verweist dieser Pfeil durchaus aggressiv auf die
unlustige Möglichkeit einer sexuell übergriffigen Handlung.






Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 14.03.2017
... da bin ich nur zum 1. Mal hin, weil es so nah war und es mir so lausig ging.
14.03.2017
Lieblingspfeile

LP 1526 - Lieblingspfeil Nr. 1526 von Hannes Kater
LP 1527 - Lieblingspfeil Nr. 1527 von Hannes Kater
Weder witzig noch zielführend: Werbung in einem Apothekenfenster (oben).
Ein wirklich für den Ort entstandener Abbiegepfeil als Hinweis darauf, dass der Computerladen durch die Hofeinfahrt erreichen lässt. Normaler Weise zeigt ein Abbiegepfeil nach oben... der Pfeil hier weist eher auf die Einfahrt, in die man abbiegen muss. Vielleicht entspricht so ein Hinweis auf den Beginn der Veränderung, anstatt auf das Ziel, mehr der Nerd-Logik? (Abb. unten)
Lieblingspfeil Nr. 1526 & 1527
Abbiege-Pfeile

Ich war / bin ewig ziemlich
erkältet – und mein Computer ist auch noch kaputt gegangen: der Akku war hin und zeitgleich gab es einen, von mir unentdeckten, Kabelbruch beim Netzkabel... auf die Idee kam ich erst, als ich einem Mitarbeiter der nur 4 Häuser entfernten Laptop-Lounge* die seltsamen Phänomene erklären und vorführen wollte, während mein Rechner an einem Netzkabel des Ladens hing... und sich plötzlich ziemlich normal verhielt. Nicht nur, dass der Servicemann mir hoffensichtlich nicht zuhörte und seltsame Theorien entwickelte, an was es liegen könnte und was deshalb alles zu überprüfen sei und mich dann einen Pauschalkontrakt über minimum 99,- Euro unterschreiben ließ, von dem ich nicht Mal eine zweite Ausfertigung, auch auf Nachfrage nicht, ausgehändigt bekam – er verlangte auch, dass ich den Rechner da lassen sollte, obwohl er frühestens in 10 Tagen repariert werden würde...

Das konnte alles so nur passieren, weil ich nicht fit war – am nächsten Morgen holte ich den Rechner da wieder raus und machte mich, angeschlagen wie ich war, auf zu fux data in der Kastanienallee. Ein dort erworbenes Netzkabel sorgt nun dafür, dass sich der Computer nicht mehr willkürlich alle paar Minuten runter- und wieder hoch fährt.

Und demnächst habe ich dann auch einen neuen Akku. Und hoffentlich neue und leise Lüfter.




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 12.03.2017
Weitere Realerere Fälle:
Realerer Fall_12
Realerer Fall_11
Realerer Fall_10
Realerer Fall_09
Realerer Fall_08
Realerer Fall_07
Realerer Fall_06
Realerer Fall_05
Realerer Fall_04
Realerer Fall_03
12.03.2017
Realerer Fall_13

Realerer Fall_13
Baumaterialien (?) in einem Hinterhof in Berlin Weißensee
So kann man keine Röhren stapeln, für so ein Ergebnis muss man sie fest verbinden...




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 11.03.2017
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Experimentelles Zeichnen_13
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Experimentelles Zeichnen_09
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Experimentelles Zeichnen_08
Experimentelles Zeichnen_07
Experimentelles Zeichnen_06
Experimentelles Zeichnen_05
[…]
... und die Künstlerin
11.03.2017
Experimentelles Zeichnen_14

Normaler Weise eliminiert der Künstler* alles aus seinen Arbeiten, was explizit oder implizit auf die (mögliche) Beziehung zwischen ihm und dem Publikum, was er ansprechen will, verweist. Er umgeht es auch in der Regel klarzustellen, was für eine Art von Mitteilung er zu übermitteln gedenkt, ob sie metaphorisch, ironisch oder direkt ist. Auch vermeidet der Künstler alles, was es so aussehen lassen würde, er würde sich mit dem Publikum, was er zu erreichen versucht, identifizieren. Er wird alles aus seiner Arbeit eliminieren, was impliziert, dass seine Mitteilung – ist es denn überhaupt eine Mitteilung.... auch das wird gerne offen gelassen – auf eine echte Beziehung zwischen identifizierbaren Personen verweist. Er wird zwar auf Kontexte, Voraussetzungen oder Stile verweisen, aber nie so eindeutig, dass man sich darauf verlassen könnte.

Der Künstler wird alles vermeiden, was andere dazu befähigen könnte, ihn zu interpretieren. Er kann die Tatsache verschleiern, dass er in Metaphern oder in irgendeinem speziellen Code spricht – und er neigt dazu, alle Bezüge auf Raum und Zeit zu verzerren oder auszulassen, kurz: er wird alles seine "Mitteilungen", also Werke, so modifizieren, dass jeder eindeutige Hinweis auf die metakommunikativen Elemente in seiner Arbeitsergebnissen verzerrt oder unterlassen wird. Was bleibt ist eine metaphorische Darstellung ohne Etikettierung des Kontexts – der bestenfalls später und für die eigentlich Adressierten nicht nachvollziehbar von Experten nachgereicht wird. In extremen Fällen kann auch nichts anderes übrigbleiben als ein stumpfes Ausagieren der Mitteilung: "Zwischen uns besteht keine Beziehung."


Wer bis hierhin zu dem Schluss gekommen ist, dass der Text sich etwas holprig und seltsam liest:
Glückwunsch. Den Orignal-Text habe ich nämlich etwas modifiziert: "der Künstler" wurde von mir immer dort eingesetzt, wo in der Vorlage "der Schizophrene" stand.


Die double bind-Theorie beschreibt die lähmende, weil doppelte Bindung von Menschen an paradoxe Botschaften oder Signale.
Der Adressierte erlebt eine solche Doppelbindung als unhaltbar, unauflösbar, wenig durchschaubar und existentiell bedrohlich, weil:

1. Metakommunikation gezielt gestört oder unterbundenen wird
2. er die der Situation innewohnende Paradoxie nicht erkennen kann
3. er sich aber aufgrund einer kulturellen und familiären Prägung angehalten sieht, den Botschaften dennoch zu entsprechen und
4. er die Situation, also seine Familie und/oder Kultur, nicht verlassen kann.


Der double bind lässt sich vereinfacht so zusammen fassen, dass er eine Erfahrung ist, gerade dafür bestraft zu werden, dass man mit seiner eigenen Auffassung vom Kontext im Recht ist.



Vgl. auch mit:
Man kann nicht nicht Zeichen machen
(Eintrag vom 27.05.2011)


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 09.03.2017
 
09.03.2017
Lieblingspfeile

LP 1525 - Lieblingspfeil Nr. 1525 von Hannes Kater
LP 1525 - Lieblingspfeil Nr. 1525 von Hannes Kater
Gustav-Adolf-Str., Berlin Weißensee
Lieblingspfeil Nr. 1525
Unpfeiliger Pfeil

Eine unsaubere Pfeilspitze, eine nicht vorhandene Anbindung an die Pfeilbahn und ihre zu engen Abbiegewinkel (kleiner als 90°) sorgen – im Zusammenspiel mit dem restlichen Graffiti – dafür, dass dieser Pfeil eine
sehr geringe Zeigewirkung hat.






Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 08.03.2017
 
08.03.2017
Lieblingspfeile

LP 1524 - Lieblingspfeil Nr. 1524 von Hannes Kater
LP 1524 - Lieblingspfeil Nr. 1524 von Hannes Kater
Berlin Weißensee
Lieblingspfeil Nr. 1524
Verpfeilter Buchstabe

Ein grosses "ST", dessen "T" ziemlich niedlich so verpfeilt wurde, dass es auf ein deutlich kleineres "ST" verweist:
nette Redundanz.






Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 04.02.2017
Weitere Realerere Fälle:
Realerer Fall_11
Realerer Fall_10
Realerer Fall_09
Realerer Fall_08
Realerer Fall_07
Realerer Fall_06
Realerer Fall_05
Realerer Fall_04
Realerer Fall_03
Realerer Fall_02
04.03.2017
Realerer Fall_12

Realerer Fall_12 - Hannes Kater 2017
Berlin Prenzlauer Berg
Vermutlich die Reste einer Couch... und ziemlich nah an dran an Bildhauerei-Positionen, mit denen ich mich in meinem Studium auseinander gesetzt habe...


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 27.02.2017
 
27.02.2017
Lieblingspfeile

LP 1523 - Lieblingspfeil Nr. 1523 von Hannes Kater
Gelbe Wand eines Kabuffs mit grünem tag, U-Bahnhof Spichernstr., Berlin
Lieblingspfeil Nr. 1523
Ein-Linien-Pfeilpitze

Schöner
Ein-Linien-Pfeil mit geschlaufter Pfeilspitzenhälfte.




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 21.02.2017
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Experimentelles Zeichnen_08
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Experimentelles Zeichnen_05
[…]
Beim hier von Schreber beschriebenen "Zeichnen" handelt es sich um ein (bloß) vorstellungsmäßiges Erscheinenlassen von Personen und Gegenständen, die ihm bei der Selbstbehauptung und der Sorge um die "weltordnungsmäßige" Entwicklung helfen sollen.
21.02.2017
Experimentelles Zeichnen_13

»Wahrscheinlich weiß kein Mensch außer mir und ist es namentlich auch der Wissenschaft unbekannt, dass der Mensch alle Erinnerungen, die in seinem Gedächtnisse noch haften, vermöge der den Nerven davon verbliebenen Eindrücke, gewissermaßen wie Bilder in seinem Kopfe mit sich herumträgt. Diese Bilder sind in meinem Falle, wo die Beleuchtung des inneren Nervensystems durch Strahlen geliefert wird, einer willkürlichen Reproduktion fähig, in der eben das Wesen des Zeichnens besteht. [...]
   
Das Zeichnen (im Sinne der Seelensprache) ist der bewusste Gebrauch der menschlichen Einbildungskraft zum Zwecke der Hervorbringung von Bildern (und zwar vorwiegend Erinnerungsbildern) im Kopfe, die dann von Strahlen eingesehen werden. [...]
Ich kann es beispielsweise blitzen oder regnen lassen – eine besonders wirksame Zeichnung, da alle Wettererscheinungen und namentlich der Blitz den Strahlen als Äußerungen der göttlichen Wundergewalt gelten; ich kann etwa ein Haus unterhalb der Fenster meiner Wohnung brennen lassen usw. usw., Alles natürlich nur in meiner Vorstellung, so jedoch, dass die Strahlen, wie es mir scheint, davon den Eindruck haben, als ob die betreffenden Gegenstände und Erscheinungen wirklich vorhanden wären. Ich kann mich selbst an anderer Stelle, als wo ich mich wirklich befinde, z.B. etwa während ich am Klavier sitze, gleichzeitig als in weiblichem Aufputz im Nebenzimmer vor dem Spiegel stehend »zeichnen«; [...]
Das Zeichnen eines weiblichen Hinteren an meinen Körper – honny soit qui mal y pense – ist mir so zur Gewohnheit geworden, dass ich dies beim Bücken jedesmal fast unwillkürlich tue. Das »Zeichnen« in der vorstehend entwickelten Bedeutung glaube ich hiernach mit Recht im gewissen Sinne ein umgekehrtes Wundern nennen zu dürfen.* Gerade so wie durch Strahlen namentlich in Träumen gewisse Bilder, die man (das heißt die mit Schreber kommunizierenden Seelen [Oswald Wiener]) zu sehen wünscht, auf mein Nervensystem geworfen werden, bin ich umgekehrt in der Lage, den Strahlen meinerseits Bilder vorzuführen, deren Eindruck ich diesen zu verschaffen beabsichtige.
[...]
Natürlich ist das »Zeichnen« in dem entwickelten Sinne mit einem ziemlich erheblichen Grade geistiger Anstrengung verbunden, [...]
[Die dem Autor feindlichen metaphysischen Instanzen suchen (OW)] auch in der Regel die durch meine Zeichnungen entstehenden Bilder durch entsprechende Gegenwunder zu verwischen; indessen behaupte ich auch hierbei meistens den Sieg, d.h. die von mir beabsichtigten Bilder bleiben bei Einsetzung meines entschiedenen Willens für mich und die Strahlen sichtbar, wennschon sie dabei häufig undeutlicher werden oder nur in verblasster Form auftreten.«
Mit diesem Text, dem nur noch die Kapitelüberschrift "Selbstbeobachtung" vorangestellt war, beginnt Oswald Wieners "Probleme der künstlichen Intelligenz" aus dem Jahr 1990.

Es ist ein später, von Wiener noch durch kluge Kürzungen akzentuierter, Abschnitt aus "Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken" von Paul Schreber von 1903, eines, nach Arnold Zweig, "wahrhaften Genies der Selbstbeschreibung", der, ausgestattet mit einem "psychologischen Scharfsinn" (Zvi Lothane), einen der meistuntersuchten Texte eines selbst wahrgenommenen und gedeuteten Wahns geschrieben hat.


Wiener plädiert in seinem Buch dafür, dass Ansätze, die man mit "Selbstbeobachtung", "Introspektion" und "Bewußtseinsforschung" bezeichnen kann, "unerläßliche heuristische Werkzeuge" für die Intelligenzforschung seien – und zwar selbst dann, wenn sich diese Prozesse nur bis zu einem "gewissen Grad in informatistischen Formulierungen" beschreiben lassen. Kurz:
ein potentielles Scheitern sei kein Grund, es gar nicht erst zu versuchen.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 14.02.2017
 
14.02.2017
Lieblingspfeile

LP 1522
Sitzfläche mit tag in einem BVG-Wartehäuschen
LP 1522
Nahansischt
Lieblingspfeil Nr. 1522
Halber Pfeilspitze

Sieht fast aus wie "7 Up" (der Name einer koffeinfreien Limonade) – und statt einer "7" könnte es auch eine "1" sein, aber anhand weiterer tags vom selben Urheber kann man vermuten, dass es sich um einen
Pfeil mit halber Pfeilspitze handelt.






Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 12.02.2017
 
11.02.2017
Lieblingspfeile

LP 1521 - Lieblingspfeil Nr. 1521 von Hannes Kater
LP 1521
LKW auf der Prenzlauer Allee, Berlin
Lieblingspfeil Nr. 1521
Variante des Transport-Doppelpfeils

Viel Zeit war nicht, man sieht auf dem Foto, dass die Ampel schon auf grün umgesprungen ist:
   Durch das gedoppelte "W" mit mit all den Diagonalen vergrößert sich scheinbar die
Ausstrahlung und Spannbreite des gedoppelten und diagonal ausgerichteten Pfeils, der ja eigentlich nur die Diagonale von rechts unten nach links oben in dem perspektivisch verzerrten Rahmen bespielt.

Das in seiner Thematik "Transport-Doppelpfeil" eigentlich klassische Logo wird durch die Ausführung (unfreiwillig?) interessant: die jeweils in unterschiedlichen Strichbreiten ausgeführten "W's" und Pfeile, der Rahmen und die Abstände... Und das an der Rückseite des LKW rechts oben zu sehende Logo ist, anders als das links, noch mal leicht verdreht, bzw. verzogen.







Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 09.02.2017
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Experimentelles Zeichnen_10
Experimentelles Zeichnen_09
Experimentelles Zeichnen_08+
Experimentelles Zeichnen_08
Experimentelles Zeichnen_07
Experimentelles Zeichnen_06
Experimentelles Zeichnen_05
Experimentelles Zeichnen_04
[…]
09.02.2017
Experimentelles Zeichnen_12

Hannes Kater: Jean Giraud spricht über das Zeichnen
Der scheinbare Widerspruch zwischen "Über Anatomie wollte ich noch nie genaueres wissen" (aus Panel 1) und "Wenn ein mangelhafter Körperbau dabei heraus kommt, verfüge ich immer noch über genügend Wissen, um ihm den Anschein des Wahrhaftigen zu verleihen." (aus Panel 4) läßt sich so auflösen, dass Giraud im 1. Panel von medizinischer Anatomie spricht, wie sie zum Beispiel beim legendären Gottfried Bammes in Dresden noch nach WWII als Grundlage des Aktzeichnens vermittelt wurde. Auch liegt die kurze Zeit von Giraud (er hat das Studium abgebrochen) an einer französischen Kunsthochschule schon sehr lange zurück… nicht nur wurden die Studierenden damals generell besser im Aktzeichnen ausgebildet, die französische Lehre war auch deutlich verschulter als die deutsche – und ist es bis heute.
   Und in Panel 4 meint "genügend Wissen" Seherfahrung, Zeichenerfahrung (er hat bestimmt tausende von nackten Armen in seinen Comics gezeichnet) und Erinnerung.
Jean Giraud sagte in dem von mir zeichnerisch zitierten Filmbeitrag* auch noch dies:
   "Ich habe versucht, dem Zufall die Zügel in die Hand zu geben, in dem ich in einem fahrenden Auto zeichnete. Da wird man ja ordentlich durchgeschüttelt und kann den Strich kaum kontrollieren. Um dem Determinismus ein Schnippchen zu schlagen habe ich oft einfach drauf los gezeichnet – auf einfachen Zetteln, im Dunkeln, mit geschlossenen Augen, unter einem Handtuch, einer Serviette... einer Decke.
Fehler und Diskrepanzen empfinde ich als etwas Kostbares, dadurch bediene ich mich des Zufalls und lasse ein Unbewusstes, ein Überraschungsmoment, zum Ausdruck kommen, dass Authentisch ist, weil nicht bewusst erzeugt..."
[Siehe auch: ExZen_11]

So großartig und beeindruckend die Bücher zum annatomisch richtigen Zeichnen von Menschen und Tieren vom Bammes auch sind
**, so erschreckend fad sind seine eigenen künstlerischen Zeichnungen, die er nicht umhin konnte, ab und an in seinen Büchern einzustreuen...

Aus einem undatierten Gespräch mit Jean Giraud, das 1995 veröffentlicht* wurde:

Frage: Wie erklären Sie Ihr zeichnerisches Vagabundieren, das die Serie [Blueberry] durchzieht, so dass mitunter in ein und demselben Album der Stil wechselt?
Giraud: ... sogar in derselben Zeichnung! Eine seltsame Sache, in der Tat, ich kann nicht sagen, wie das kommt. Vielleicht liegt es an einem Fehler meiner Wahrnehmung. Anstatt Elemente einzubinden, stelle ich sie nebeneinander. Es sind eher Gemenge als Gemische. So fließen meine verschiedenen Stile nicht zu einer Einheit zusammen, sondern bilden Inseln, die verschiedenen Stimmungen und inneren Einstellungen entsprechen. Das hat viel mit meiner momentanen Lebensphase zu tun, ob ich gerade optimistisch oder pessimistisch, energiegeladen oder apathisch, müde oder ausgeruht bin. Bei den meisten Profis schlägt die Verfassung nicht auf die Arbeit durch, sie bemühen sich um Konstanz. [...] Bei den meisten Zeichnern fließt die Kreativität kontinuierlich, mir geht es da anders.



Jean Giraud aka Mœbius in "Struktur im Licht der Wüste", einem Beitrag des ARTE-Magazins Metropolis aus dem November 2010.
Jean Giraud (* 1938; † 2012; Pseudonyme: Gir, Mœbius, auch Moebius) war der beste franz. Zeichner und Scenarist seiner Generation und hat den franko-belgischen Comic stark beeinflusst.
**  Z.B.: Gottfried Bammes: Sehen und Verstehen – Die menschlichen Formen in didaktischen Zeichnungen. Meine Ausgabe ist noch bei Volk und Wissen 1988 erschienen; inzwischen macht das wohl Ravensburger
*  Il était une fois Blueberry. Daraud, Paris 1995
Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 08.02.2017
Weitere Realerere Fälle:
Realerer Fall_10
Realerer Fall_09
Realerer Fall_08
Realerer Fall_07
Realerer Fall_06
Realerer Fall_05
Realerer Fall_04
Realerer Fall_03
Realerer Fall_02
Realerer Fall_01
08.02.2017
Realerer Fall_11

Realerer Fall_11
Realerer Fall_11
Bushaltestelle in der Hosemannstraße mit zwei Aushängen der Polizei Berlin
Eigentlich bin ich kein Freund der Trostlos-Fotografie, der kunstvoll per sorgfältig gewählten Ausschnitt verödet ins Bild gesetzten Welt... aber nun, wo ich schon seit Jahren mehrmals in der Woche an dieser speziellen Bushaltestelle vorbei laufe, hängen da, als zusätzliche Argument dies Ensemble schlußendlich doch zu fotografieren, zwei Fahnundhungsplakate der Polizei zu einem der trostlosesten Krimalfälle der letzten Jahre in Berlin: dem Stückel-Killer.

Der klein abgebildete Mann auf dem linken Aushang war Heinz Neidhardt und wurde nicht nur nur 300 Meter von dieser Bushaltestelle entfernt ermordet, zerstückelt und dann in einer Tiefkühltruhe, die in seiner eigenen Wohnung eigens zu diesem Zweck aufgestellt worden ist, sozusagen begraben, sondern auch um die 10 Jahre [!] lang so wenig vermisst, dass keinem sein Verschwinden auffiel.
   Und Irma Kurowski, zu der die Polizei auf dem rechten Aushang Fragen wie "Wann wurde Fr. Kurowski letztmalig lebend gesehen?" stellt, wurde anscheinend seit 2000 nicht mehr gesehen... Jetzt hat man festgestellt, dass der Mörder von Hr. Neidhardt seit 16 Jahren [!] ihre Rente kassiert hat und befürchtet das Schlimmste.


LP 1520 - Lieblingspfeil Nr. 1520 von Hannes Kater
Logo von Warp Records
LP 1520 - Variationen
 Varianten der Pfeile
 
05.02.2017
Kacheln daheim

Bateson, Walker und Spex
Gute Lektüre: was von Gregory Bateson. was über Aldo Walker – und für Pop-Aspekte die Spex (von der sieht man nur die Rückseite, 1. weil so so lag (authentisch... ), 2. weil es so schöner aussieht (der Kachelaspekt... ) und 3. paßt es auch deshalb, weil ich die Spex, im Geggensatz zu den anderen Lektüren, nur bedingt empfehlen kann.
Zwei mal annähernd rund – die Klopapierrolle und das, übrigens mit zwei Halbpfeilen arbeitende, Logo von Warp Records – ansonsten ist hier alles Kachel oder doch zumindest rechteckig...



Lieblingspfeile

Lieblingspfeil Nr. 1520
Doppelpfeil mit halben Pfeilspitzen

Der Sound von Warp Records findet – symbolisiert durch einen
Doppelpfeil mit halben Pfeilspitzen auf einer Erdkugel – zu allen Menschen: die haben durchaus ein Sendungsbewußtsein.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 02.02.2017
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Experimentelles Zeichnen_03
[…]
02.02.2017
Experimentelles Zeichnen_11

LP 1519 - Lieblingspfeil Nr. 1519 von Hannes Kater
LP 1519 - Lieblingspfeil Nr. 1519 von Hannes Kater
Zweifarbiges tag auf einem Schild, U-Bahnhof Spichernstr., Berlin
Ergebnisse, wie links zu sehen, entstehen, wenn man mit zwei Stiften (Markern) zugleich zeichnet oder schreibt, also zwei Stifte in die Arbeitshand nimmt und parallel führt.

Vgl. auch mit dem Zwei-Hand-Zeichnen, dem gleichzeitigen Zeichnen mit beiden Händen, von zum Beispiel Dieter Roth aka Diter Rot und anderen.



Lieblingspfeile

Lieblingspfeil Nr. 1519
Verdoppelter-Pfeil

Ein tag einleitender, bzw. ein auf ein tag hinweisender, mit zwei Stiften parallel gezeichneter Verdoppelter Pfeil.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 30.01.2017
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Experimentelles Zeichnen_05
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Experimentelles Zeichnen_03
[…]
Zu einem beliebigen Zeitpunkt nutzbar…
30.01.2017
Experimentelles Zeichnen_10 – Teil 3

Systematik
Der ausführlichere Text für "Bild/Notation":
Raum (und offene Zeit)
-   Raum/in die Fläche gebrachter Raum. Der Betrachter entscheidet wohin und wie lange er was anguckt und in Beziehung setzt. Beeinflußt wird er dabei durch kulturelle Konventionen und bisherige Seherfahrungen...
Diskussion II
Vorweg: bitte guckt mit gutem Willen auf die kleine Grafik links: sie vereinfacht – und einige der eingetragenen Begriffe sind klärungsbedürftig.

Wenn das, was wir unter "Schrift" subsummieren können,
das Verdauern beim Abzweig "Benennen / Sprache" ermöglicht (… ermöglicht hat, vor der Möglichkeit, gesprochene Sprache akustisch aufzuzeichnen), dann ermöglichte all das, was wir "Bild" und "visuelle Notation" nennen können, wie zum Beispiel die hier vorgestellten jukagirischen Notationen, das Verdauern beim Abzweig "Zeigen", bevor der Film erfunden wurde.


Grundlegend galt und gilt: wenn man etwas zeitoffen
* Verdauern, also aufzeichnen und speichern wollte und will, musste und muss man sich zwischen den Optionen "Bild" und "Schrift" entscheiden. Und wenn man einmal abgebogen ist, gab und gibt es keine Möglichkeit mehr, den jeweiligen Regeln und Konventionen (vollständig) zu entgehen, bzw. zu entkommen.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 29.01.2017
 
29.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1518 LP 1518 - Lieblingspfeil Nr. 1518 von Hannes Kater
Ausgang mit Hinweisen (Leitsystem) an der Universität Bielefeld
Lieblingspfeil Nr. 1518
Verbundene Pfeile

Sehr 70er Jahre und erstaunlich schlecht zu lesen: zwei grüne Pfeile, die, als Elemente des Leitsystems der Universität Bielefeld, so angebracht sind, dass sich die Enden der Pfeilspitzen versetzt
berühren... (Ohne diesen Versatz würde die Lesbarkeit noch mehr leiden.)



28.01.2017
Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 28.01.2017
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Experimentelles Zeichnen_05
Experimentelles Zeichnen_04
Experimentelles Zeichnen_03
Experimentelles Zeichnen_02
Experimentelles Zeichnen_01
Die ursprüngliche Quelle, wo ich die Zeichnung vor Jahren entdeckt hatte, finde ich nicht mehr. Inzwischen gibt es einen Eintrag zu den jukagirischen Briefen in der russischen Wikipedia.
Experimentelles Zeichnen_10 – Teil 2

Experimentelles Zeichnen_10 - Teil 2
      Obere Abbildung: Zeichnung von mir nach einer Vorlage von
      Shargorodskii (1895), die 1926 wieder von Jochelson publiziert
      wurde. Untere Abbildung: Zeichnung von mir nach einer Abbil-
      dung auf einer russischen Website
*. Es handelt sich um den
      selben Brief!
         Der einzige Brief, dessen Publikation auf Waldemar Jochelson
         zurück geht: auffallend ist, dass er viel skizzenhafter und hand-
         schriftlicher wirkt.
Vom bekanntesten der 7 überlieferten jukagirischen Briefe gibt es erstaunlich unterschiedliche Abbildungen – ich zeige hier exemplarisch eine Zeichnung nach der ersten Veröffentlichung durch S. Shargorodskii 1895 (oben) und eine Zeichnung nach der Illustration des Eintrags zur "Jukagirischen Verschriftlichung" in der russischen Wikipedia (unten), wo man kaum glauben mag, dass sie auf die gleiche Quelle zurück gehen.
   Aber:
beide Varianten sind gut lesbar und das in ihnen Aufgezeichnete hat sich durch die unterschiedlichen Ausführungen nicht verändert – und das ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen, wenn eine grafische Notation unterschiedliche Handschriften gut verkraftet.


Ganz unten zu sehen ist eine Zeichnung nach einer Zeichnung nach dem einzigen direkt von Waldemar Jochelson überlieferten Brief... Es könnte sein, dass diese Abbildung der Realität (... mit Messerspitze in Birkenrinde geritze Linien) am nächsten kommt. Neben der deutlich handschriftlicheren Ausführung der dokumentarischen Abbildung des (mutmaßlich) an Jochelson selbst gerichteten Briefes – so sind zum Beispiel alle geraden Linien verwackelt – fällt vor allen Dingen auf, das bei den Überschneidungen das
Vorne/Hinten nicht durch Überlagerungen bzw. Auslassungen geklärt ist... wie es bei einem spontanen Arbeiten (ohne Vorzeichnung) leicht passiert. Trotzdem ist auch diese Zeichnung gut zu interpretieren und "noch flacher" als die beiden anderen Ausführungsvarianten.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 27.01.2017
 
27.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1517 - Lieblingspfeil Nr. 1517 von Hannes Kater
LP 1517
Am S-Bahnhof Greifswalderstr., Berlin Weißensee
Lieblingspfeil Nr. 1517
Je 4-pfeiliger Treff- und Ausgangspunkt

Ein 4 pfeiliger
Treffpunkt – die roten diagonalen Pfeile – ist zugleich ein 4 pfeiliger Ausgangspunkt: die etwas verwitterten senk- und waagerechten orangen Pfeile... das ist eine ziemlich seltene Konstellation.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 25.01.2017
 
25.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1516 - Lieblingspfeil Nr. 1516 von Hannes Kater
LP 1516
Stecktafel in einem Museum in Freiburg, Sommer 2016
Lieblingspfeil Nr. 1516
"Klammer-Zu-Zeichen" als Pfeilspitze

Ein aus dem Zeichensatz von Steckbuchstaben gebildeter Pfeil tut schon irgendwie seinen Dienst, ist aber mit seiner aus einem
Klammer-Zu-Zeichen gebildeten Pfeilspitze, vor allen Dingen aus der Nähe betrachtet, sehr unpfeilig...



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 17.01.2017
 
16.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1515 - Lieblingspfeil Nr. 1515 von Hannes Kater
Fahrstuhlrufknöpfe in einem Gebäude am Kurfürstendann, Berlin
Lieblingspfeil Nr. 1515
Abgegriffene Pfeile

Wenn hier nicht jemand aus Langeweile oder mit Zerstörungsabsicht die Pfeile
zerkratzt hat, dann ist ihre Farbe abgegriffen worden von den Menschen, die dachten, sie müssten dort drücken, um den Aufzug zu rufen.





Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 13.01.2017
 
13.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1514 - Lieblingspfeil Nr. 1514 von Hannes Kater
tag in Berlin Weißensee
Lieblingspfeil Nr. 1514
Verpfeilter Buchstabe

Ungewöhnlich
verpfeiltes "E": der in einem Winkel von 30 Grad optimistisch aufwärts weisende Schriftzug wird am Ende jäh ausgebremst durch einen, vom obersten Querstrich des letzten "E" ausgehenden und ziemlich genau gegenläufig abknickenden, Pfeil, der auf einen, dadurch erst wichtig werdenden, Kreis-Punkt weist.



Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 10.01.2017
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Experimentelles Zeichnen_08
Experimentelles Zeichnen_07
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Experimentelles Zeichnen_04
Experimentelles Zeichnen_03
Experimentelles Zeichnen_02
Experimentelles Zeichnen_01
Geoffrey Sampson: Writing Systems. A linguistic intro-
duction. Stanford University Press, Stanford, California, 1985
**  John DeFrancis: Visible Speech. The Diverse Oneness of Writing Systems.
University of Hawaii Press, Honolulu 1989
*  Andere mehr oder weniger unscharfe oder gar falsche Bezeichnungen:
• Mnemotechnische
  Hilfsmittel
• Ideographie
• Ideenschrift
• Inhaltsschrift
• Piktographie
**  Nach B. Grimes (Ethologie. Huntington Beach, Kalifornien
1978) gibt es um die 5100 lebende Sprachen, von denen nur ca. 13% verschriftet sind. Die Mehrzahl aller Einzelsprachen ist also schriftlos.
09.01.2017
Experimentelles Zeichnen_10

Experimentelles Zeichnen 10
Legende:
Die Autorin hat sich selbst in der Zeichnung als Figur (
c) abgebildet. Alle Formen, die so aussehen wie eine Mischung aus Feder und Tannenbaum, stellen Menschen dar. Frauen erkennt man an der gestrichelten Linie am Kopf (Zopf) und an ihrer breiteren Basis (breiteres Becken), Kinder sind kleiner. Dargestellt sind hier die Beziehungen von 2 Männern, zwei Frauen und 2 Kindern zu- und untereinander.
   Frau (
c) ist emotional mit Mann (b) verbunden, was man an der Art der zwei Verbindungen (l-k) und (n-m) erkennt. Die Verbindungen (r-s), (t-u), (r-u), (t-s), die gewöhnlich zur Dastellung einer sexueller Verbindung dienen, werden hier durchkreuzt von der Linie (v-x-y-z), die bei (v) von Frau (a), einer Russin (erkennbar an dem anderen Kleid mit Taschen), ausgeht. Sie bedeutet ein Hindernis zwischen (c) und (b). Neben der weiblichen Figur (a) sieht man ihre 2 Kinder und ihre sexuellen Verbundgslinien zu Mann (b), sind (vielleicht deshalb) stärker, als die von (b) zu Frau (c). Die wellenförmige Linie (d’-l), die von dem oberen Ende der Frau (c) ausgeht, besagt, dass sie viel an Mann (b) denkt. Der Mann (d) denkt an Frau (c), ohne das sie besonders mit ihm verbunden ist.

Den
Inhalt der Nachricht kann man so zusammenfassen:
Ich (
c) will eine Beziehung mit Dir (b). Aber du bleibst nicht. Du hast 2 Kinder mit einer Russin (a), die unsere Beziehung verhindern will. Ich denke an dich und unsere Situation – und es gibt einen anderen Mann, der an mich denkt, mit dem ich aber (noch) keine sexuelle Beziehung habe.
Leider nötige Vorrede:

Schrift ist, nach der engeren Definition der Sprachwissenschaft, ein Zeichensystem, das Bedeutung kodiert. Dabei sind die verwendeten Schriftzeichen graphisch, d.h. sie können mit einem (Schreib-)Werkzeug auf einer Oberfläche angebracht werden. Und als Schriftzeichen gelten nur Zeichen aus einem Zeichensystem, die Sprache so kodieren, dass man sie lesen kann.

Geoffrey Sampson
* legte 1985 eine Einteilung der Schriftsysteme vor, nach der man so eine Schrift Glottographie, das Schreiben von Sprache, nennt.
   Im Bereich der Glottographie wiederum gibt es einerseits die
phonographische Systeme (Silbenschriften, Alphabete und Systeme wie das Koreanische), und andererseits die logographischen Systeme, die Morpheme schreiben, wie etwa das Chinesische. Eine Logographie oder Wortschrift entsteht, wenn ideographische Zeichen an die Sprache gekoppelt werden, also nicht mehr den semantischen Inhalt bezeichnen, sondern das Wort.
   Alle Aufzeichnungssysteme, bei denen die einzelnen Zeichen nicht Worte notieren und die (im linguistischen Sinn) keine Syntax kennen, werden mit Semasiographie bezeichnet und in den Schriftsgeschichts-büchern als Vorläufer von Schrift aufgeführt, wie etwa die notorischen Felszeichnungen, sowie Kerbhölzer, Knotenschnüre oder bemalte Lederhäute.

Nach John DeFrancis
** kann das, was Sampson semasiographische Systeme nennt – und was man bis dahin eher mißverständlich Bilderschriften* nannte –, auf keinen Fall als Schrift [oder Schriftvorläufer] gelten, da solche semasiographische Systeme für ihn "dead-end symbols" sind, also nicht nur bis jetzt keine Schriften sind, sondern auch nicht zu welchen werden könn(t)en. Und die, weil sie nur semantische Inhalte bezeichnen, bzw. erinnern helfen, nie phonografisch sind. (Selbst das Chinesische klassifiziert DeFrancis als „morpho-syllabisch“...)

So ins Bild gesetzt, können wir uns dem links abgebildeten
jukagirischen Liebesbrief von 1893 zuwenden:
   Die Jukagiren waren Ende des 19. Jahrhunderts ein kleines Volk von höchsten ein paar Tausend Menschen in Nord-Ost-Sibirien und
hatten keine Schrift für ihre Sprache, also keine Glottographie...** Dies, und der Umstand, dass später jemand die so schöne wie irreführende Bezeichnung "Liebesbriefe" für ihre Zeichnungen aufbrachte, führte dazu, dass einer, von überhaupt nur 7 überlieferten "Briefen", in vielen Büchern zur Schriftgeschichte als Bilderschrift oder Vorstufe von Schrift vorgestellt wurde.

Zwischenspiel – Der kulturelle Kontext*

Die Jukagiren (engl. Schreibweise Yukaghiren) nennen sich selbst Odul, was "stark" und "mächtig" bedeutet und erklären die Herkunft des Namens damit, dass ihre Vorfahren als die besten Krieger im ganzen Nordosten Sibiriens betrachtet wurden. Von diesem Wort-Stamm leitete sich ein weiteres Wort ab: Adil was "Jugend" oder auch "junger Mann", aber auch "Liebhaber" bedeutet.


In der ersten historischen Beschreibung der "Briefe" der Jukagiren von
S. Shargorodskii aus dem Jahr 1895 nennt er die mit einer scharfen Messerspitze in Birkenrinde (als Ersatz für Papier) geritzten Zeichnungen nicht "Liebesbriefe", sondern "Figuren" und beschrieb auch deren normale Entstehungssituation: "da den jungen Mädchen nach der herrschende Sitte verboten war, ihre Liebe einem Mann in Worten zu gestehen – dieses Recht hatten nur die Männer – ritzten sie Botschaften in Birkenrinde und steckten sie bei Tanzfesten den Männern zu. Dabei verfassten sie ihre Nachrichten nicht zurückgezogen und alleine, sondern vor Festen umstanden von Jungen wie Mädchen, die jeweils versuchten, die Bedeutung der Zeichnung erraten. Wenn das Raten mißlang, gab es Gelegenheit für Scherze und Gelächter."

Shargorodskii war nicht als Linguist und Ethnograph gezielt zu den Jukagiren nach Sibirien gereist, sondern war dort als politisch Verbannter in einem Landstrich, dessen Durchschnittstemperatur im Sommer bei -10 Grad und im Winter unter -40 Grad lag.

Nach: Waldemar Jochelson: The Yukaghir and the Yukaghirized Tungus. The Jesup North Pacific Expedition, Volume IX, 1926
[Als PDF online]

Der hier vorgestellte Kontext findet sich in KEINEM der Bücher zur Schriftgeschichte…


Waldemar Jochelson schrieb in seinem 1926 veröffentlichten Buch:
"Ein Jukagiren-Mädchen, das in die Pubertät kommt, erhält ein separates Schlaf-Zelt und kann frei Besucher empfangen. Wenn die Lichter in den Häusern der Jukagiren gelöscht werden und die Menschen sich zurückziehen, verlassen die Jugendlichen ruhig ihre Häuser und finden ihren Weg zu den Zelten der benachbarten Mädchen. […]

   Unverheiratete junge Männer bleiben Nachts selten bei sich zu Hause. Gewiss beruhen diese Besuche meist auf der gegenseitigen Anziehung der Jugendlichen; aber Fälle von Untreue sind häufig. Der "frei werdende Platz" eines Jugendlichen, der das Dorf zur Jagd oder zum Fischen verlassen hat, wird sofort von einem anderen besetzt. Wenn ein junger Mann einen Rivalen im Zelt des Mädchens findet, zwingt er ihn, herauszukommen und zu kämpfen. Der Besiegte geht nach Hause, und der Eroberer tritt wieder in das Zelt ein. […]

   Auf meiner ersten Reise im Auftrag der Russischen Geographischen Gesellschaft zu den Jukagiren in den Jahren I895-96, reiste ich allein, ohne meine Frau. Und die Jukagiren, wie ich erst später verstehen lernte, wollten mir gegenüber in jeder Hinsicht gastfreundlich sein. Einmal wohnte ich für einige Zeit im Haus des Ältesten der Jassachna Jukagiren, mit dem ich für etwa vier Monate die Sprache Jukagiren zu studieren wollte. In diesem Haus lebte noch eine andere Familie, die während meines Aufenthalts woanders untergebracht wurde. Mein Dolmetscher und ein Kosak (ein junger Mann, der unter den Mädchen der Jukagiren sehr erfolgreich war, zum großen Ärger der jungen Männer der Jukagiren) mussten in anderen Häusern schlafen. Unser Gastgeber hatte keine Kinder, und neben seiner alten Frau hatte er nur eine Adoptivtochter, ein Mädchen von siebzehn oder achtzehn Jahren. Ich bemerkte, dass, sobald ich mich im Hause niederließ, die nächtlichen Besuche der jungen Männer ausblieben. Danach lernte ich von meinem Dolmetscher Dolganoff, dass das Mädchen von meiner Gleichgültigkeit gegen sie beleidigt war, und dass ihre Freundinnen und die jungen Männer des Dorfes sich über sie lustig machten.
Einmal sagte die Wirtin zu mir: "Es scheint, dass bei euch Männer ohne Frauen leben können." Ich erzählte ihr, dass bei uns, wenn ein verheirateter Mann seine Frau liebte, er ihr treu blieb, auch wenn man ohne sie auf Reisen war. "Nun", antwortete sie, "es scheint, dass die Russen hier andere Sitten haben. Sie gehen zu anderen Mädchen und Frauen, auch wenn sie ihre eigenen Frauen haben." […]

   Als ich den Fluss Jassachna verließ, erhielt ich von oben genannten Mädchen, ohne Zeichen der Eifersucht, einen "Liebesbrief" [vgl. hier], der auf Rinde in ideographischen Zeichen geschrieben war: in diesem "Brief" wurde mir auch mitgeteilt, dass ihr unbefriedigtes Gefühl mir gegenüber durch ihre glücklicheren Beziehungen zu meinem Kosaken und Dolmetscher versöhnt wurde. […]"

Allerdings: es gab die durch den Kontakt mit den Russen sich schnell verbreitende (und nicht vernünftig behandelte) Geschlechtskrankheiten und die von den russischen Männern weidlich ausgenutzte "Gastfreundschaft-Prostitution".
   So war es "früher" nicht so, dass dem Gast ein Mädchen angeboten wurde, sondern ihr warmes Bett für die Nacht. (Die armen Jukagiren verfügen nicht über zusätzliche Decken und Bettwäsche für einen Gast – und die Regeln der Gastfreundschaft verlangten, dass ein warmes Bett angeboten wurde.) Dem Mädchen blieb überlassen, ob sie mit dem Gast sexuell verkehrte, oder nicht. Allerdings wurde der "Jungfräulichkeit" kein Wert beigemessen.
   Jochelsen schreibt: "Gegenwärtig ist es sogar eine Ehrensache für ein Mädchen, das sie nachts von einem Gast von gewisser Wichtigkeit besucht wird. Man muss daraus schließen, dass das, was zuerst durch Gewalt oder auf Befehl der Russen geschah, einen günstigen Boden fand und kurzer Zeit eine Sitte wurde. Die Eingeborenen sind überzeugt, dass diese Gewohnheit auch in den Häusern der Russen vorherrsche, und dass alles, was von den Russen ausgeht, eine Nachahmung wert ist, weil sie die Überlegenheit der russischen Zivilisation zu ihren eigenen bewusst sind."

Diskussion I
Der oben abgebildete Jukagirische Liebesbrief** ist in der Literatur zur Schriftgeschichte das wohl am meisten publizierte Beispiel für ein rein semasiographisches System – auch deshalb, weil es sonst wenig (dokumentierte und überlieferte) Beispiele solcher Systeme gibt.

So präsentiert auch Sampson (1985) den "Brief" als ein Beispiel für eine schriftliche Mitteilung, die "in keiner Weise von der gesprochenen Sprache abhängig ist" und lädt den Leser ein, "zu sehen, ob er selbstständig etwas erraten kann." Um dann noch hinzufügen "Ich glaube, dass er wenig Erfolg haben wird".

Das führte bei DeFrancis (1989) zu einem regelrechten Wutanfall: "Ich war pikiert von Sampsons Präsentation. Wie er richtig vermutete, konnte ich nichts von der darin enthaltenen Botschaft erraten. Aber ich fragte mich, wie es ihm gelingen konnte, wo ich doch so elend gescheitert war."
   Woher wusste Sampson, wie der Brief zu lesen war? DeFrancis begann zu recherchieren: in mehr als einem Dutzend Werke fand er Abbildungen des Briefs, alle nahmen sie irgendwie aufeinander Bezug und kaum einer verwies auf die ursprünglichen Veröffentlichungen der zwei Russen Shargorodskii und Jochelson (1926).

DeFrancis konnte belegen, dass der "Liebesbrief" unkritisch von einer Publikation zur nächsten übernommen wurde, ohne dass sein Zeichenkorpus, die Möglichkeiten seines Zeichensystems – und die anderer "Briefe"! – untersucht worden wären.
Es ging immer nur um den Beleg, dass so ein rein semasiographisches System überhaupt existierte, nie darum, wie es funktionierte und was es zu leisten im Stande war.

So entlarvend DeFrancis Recherche für den unwissenschaftlichen und geradezu verklärenden Umgang mit dem Liebesbrief war
*, so naiv ist seine Forderung der "Lesbarkeit", die sich an dem Umgang mit Glottographie orientiert.

Der jukagirische Brief war und ist nicht lesbar wie Schrift, weil er wie eine Zeichnung organisiert ist. Das bedeutet: es gibt keine eindeutige Abfolge, in der die Zeichen gelesen werden können oder müssen – auch deshalb, weil es keine Anordnung der einzelnen Elemente der Zeichnung / Notation gibt, die das möglich machen würde.

DeFrancis kritisiert die Notwendigkeit einer mündlichen (und später dann schriftlichen) Überlieferung der Bedeutung der benutzten Zeichen, Formfindungen und An- und Zuordnungen, was ich nicht nachvollziehen kann. Wie soll das denn sonst funktionieren? Und ist das bei Glottographie nicht genau so nötig?

DeFrancis kritisiert (zu Recht), dass man anhand eines Briefes nicht die Tauglichkeit des Zeichensystems belegen könne – und so alles reine Behauptung bleibe. Deswegen bilde ich unten und hier und hier und hier weitere Briefe ab.
Richtig ist: aus den Briefen hätte sich schwerlich eine Glottographie entwickeln können: es handelt sich also nicht um eine Vorstufe von Schrift.
   Aber was DeFrancis dann weiter an Kritik formuliert, hört sich, aus der Perspektive eines Künstlers, der sich für das Thema Notationszeichnung interessiert, erst Mal gar nicht so schlecht an:

"Kurz gesagt, die berüchtigten Liebesbriefe sind nichts weiter als das semiritualisierte Produkt jukagirischer Gesellschafts-spiele."

Es wird "deutlich, dass es sich bei den Kompositionen vor allem um Vehikel handelt, mit denen junge Frauen ihre
Gefühle zum Thema der Liebe und Trennung in einer sozialverträglichen Form öffentlich zum Ausdruck bringen können..."

Die Ergebnisse seien ähnlich "einer
sehr allegorischen mittelalterlichen Malerei [...] und sollten nicht als ein Beispiel des Schreibens, sondern der anekdotischen Kunst betrachtet werden.

**  Es scheint keine Fotos von den in Rinde geritzen Zeichnungen zu geben, auch haben sich keine Originale erhalten. Publiziert wurden Zeichnungen; oft waren es auch Zeichnungen nach Zeichnungen... Auch ich habe nach einer Zeichnung gearbeitet.
*  Neben der schon erwähnten "Gastfreundschaft-Prostitution" und den sich ausbreitenden Geschlechtskrankheiten und der Tatsache, dass eine Frage des Überlebens sein kann, bei -55 Grad nicht alleine zu schlafen, hilft vielleicht noch das folgende Zitat von Jochelson, sämtlich Romantik bei der Betrachtung der "Liebesbriefe" zu vertreiben:    "Auf den ersten Blick machen die Jukagiren den Eindruck eines degenerierten Stammes. Ihre Ehen sind meist steril. Ihre Kinder wirken schwach und kränklich. [...] Persönlich war ich schon manchmal von dem Geruch der Jukagiren angewidert. Oft war ich gezwungen, sie zu berühren, wenn ich sie Vermessen habe oder ihre Geschichten aufschrieb. Dann traf mich nicht nur dieser gewisse Geruch ihres sauren Schweißes, sondern auch der von ihrer Kleidung ausgehende unerträgliche Gestank von Fisch."
Die Formfindung für die Symbole zur Repräsentation von Menschen in den Briefen (Sampson: "conifer-shaped objects") wird anhand der oben zu sehenden animierten Abbildung eines jukagirischen Paares nachvollziehbarer.

Das äußere Erscheinungsbild der beiden Geschlechter ist so ähnlich, dass man kaum Mann und Frau unterscheiden kann. Männer haben keinen Bart und tragen ihr Haar lang, so dass sie wie Frauen aussehen und auch ihre Kleidung ist fast die gleiche wie die einer Frau. Beide tragen Lederjacken mit roten und schwarzen Besätzen, Lederhosen, weiche Lederschuhe und die gleichen Kappen. Der einzige Unterschied besteht in den langen Lederquasten an dem Schurz der Frau und der insgesamt reicheren Verzierung ihrer Kleidung.
Legende:
Autorin ist Frau (
s), die den Stand der Beziehungen der jungen Frauen und Männer, die in ihrem Dorf leben, kommentiert. Die sich kreuzenden Bänder mit Punkten zwischen zwei Figuren zeigen immer eine sexuelle Verbindung an. Dies ist bei den Figuren (d) und (f), (m) und (a), (b) und (c), (h) und (g) sehen. Einige Protagonisten sind noch ohne Partner, sind aber dabei, sich für jemanden zu interessieren, bzw. teilen jemanden ihr Interesse mit, erkennbar an den von ihnen ausgehenden Bändern, die noch nicht eine andere Figur ereichen. In einer solchen Position dargestellt sind (k), (l), (j) und (i). Am aktivsten ist der Mann (h), der nicht nur mit der Frau (g) liiert, sondern auch liebevoll der Frau (c) zugetan ist, die allerdings in einer festen Beziehung mit (b) steckt. Außerdem denkt (h) (mit der Linie n-v) noch an jemand anderen…
   Es wirkt so, als stünde Frau (
s) als einzige abseits. Mögliche Gründe für diese Form der Darstellung: Die Darstellung ihres Hauses, der Hülle um Frau (s), braucht viel Platz und ist aus ihrer Sicht für die anderen Protagonisten nicht so relevant. Aber sie zeigt mit den fehlenden, sich hinter ihrer Figur kreuzenden, Linien im Haus an, dass sie bereit ist, dieses zu verlassen. (Vgl. die Situation der Autorin der 1. Abbildung, die eine gegenteiligen Situation darstellt). Vielleicht kommt sie auch aus einem anderen Dorf.
   Mann könnte die von Frau (
s) ausgehende (x-y-z) Denklinie als auf Mann (i) bezogen interpretieren, vielleicht meint sie aber auch das ganze Beziehungsgeflecht? Auf jeden Fall setzt sich ihre Denklinie fort und endet in einer Denkwolke über ihrem Haus: sie denkt über ihre Situation nach, vielleicht darüber, ob sie ihr Elternhaus verlässt?
Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 04.01.2017
Ich befürchte, man muss, um realistische Zahlen zu erhalten, die Angaben des Providers durch (mindestens) 10 teilen...
04.01.2017
Die Statistiken von 2016 – und LP 1513

LP 1513 - Lieblingspfeil Nr. 1503 von Hannes Kater
LP 1513 - Lieblingspfeil Nr. 1513 von Hannes Kater
Irgendwas zwischen einem "A", einem Weihnachtsbaum – und einem Pfeil, dessen Pfeilbahn etwas kurz geraten ist: der LP 1513. Außenwerbung in der Langhansstr., Berlin Weißensee
www.hanneskater.de hatte 2016 durchschnittlich mehr als 17700 Besucher im Monat: das ist ein neuer Rekord.

Alle anderen Werte (Hits, Files, Pageviews – genaue Infos hier) liegen ganz knapp unter denen vom letzten Jahr. Meine erhöhte Veröffentlichungsfrequenz sorgte wohl für mehr Besucher, die sich dann aber insgesamt nicht mehr umgucken, als die durchschnittlich 12831 Besucher im Jahr 2015.

Seit dem Jahr 2003 gab es (nach der Provider-Statistik, die sehr mit Vorsicht zu genießen ist!
*) insgesamt 1.732.306 Besucher, also Sessions und 15.710.274 Pageviews.


drawing-log 2016
Einträge Tageszeichnungen 2016: 392
Follower: um die 48700

Erfolgreichste Zeichnung:
Mit zusammen 1616 likes/reblogs war die Tageszeichnung vom 25.07.2016 die mit Abstand am meisten kommentierte Zeichnung des Jahres – zu meinen Lieblingszeichnungen von 2016 gehört sie allerdings nicht…



Notationszeichnung
Es gibt es eine eigene und
neue Website von mir zum Thema Notationszeichnung, die man sich schon angucken kann [hier], aber an der ich durchaus noch etwas arbeiten kann.


Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 03.01.2017
Denn ersten Eintrag
zum Thema gab es am
19.11.2003 zu diesem
Pfeil-Bäumchen:
Weitere Pfeil-Baum-Unschärfen:
19.11.2003
24.12.2003 – LP 106
24.12.2004 – LP 303
23.12.2005 – LP 585
24.12.2005 – LP 586
22.12.2007 – LP 987
24.12.2007 – LP 988
23.12.2014 – LP 1352
23.12.2016 – LP 1509
03.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1512 - Lieblingspfeil Nr. 1502 von Hannes Kater
Segmentierter Weihnachtsbaum-Pfeil auf dem DVD Cover
Lieblingspfeil Nr. 1512
Pfeil-Baum-Unschärfe – Nachreichnung 2

Den Film Langer Samstag von 1992 muss man nicht gesehen haben (und ist nicht ohne Grund der erfolgloseste Kinofilm von Regisseur Hanns Christian Müller).

Aber der seltsame Weihnachtsbaum auf dem Cover der DVD ist schon sehr pfeilig...




Hannes Kater – Detail Tageszeichnung vom 02.01.2017
Ein etwas abgewandeltes Zitat von Paul Klee
02.01.2017
Lieblingspfeile

LP 1511 - Lieblingspfeil Nr. 1511 von Hannes Kater
   Diese Karte mit "Pfeil-Weihnachts-Wald" war in der Weihnachtspost...
Lieblingspfeil Nr. 1511
Pfeil-Baum-Unschärfe – Nachreichnung 1

Gleich 8 Pfeil-Weihnachtsbaume wurden mir auf einer Karte als Weihnachtsgruss geschickt...


Der tradierte
* Text zum Weihnachts-baumpfeil, bzw. Pfeil-Weihnachtsbaum:
"Ist ein Weihnachtsbaum nicht eigentlich ein nadelnder Pfeil, der die ideelle Fähigkeit, bzw. die Sehnsucht, des Menschen, Irdisches und Überirdisches, also den Abstand zwischen hier und Himmel, beliebig zu durchmessen, symbolisiert?"



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Pfeil runter 31. Dezember 2016
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